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Pädagogisches Konzept
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Pädagogisches Konzept
Pädagogische Konzeption
PÄDAGOGISCHE
KONZEPTION
UTHWEILER ZWERGENLAND E.V.
Siegburger Str. 214
53639 Königswinter
02244
-
7665
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www.zwergenland
-
uthweiler.de
1
Leitbild der Elterninitiative Uthweiler Zwergenland e.V.
„Wir achten die Würde aller Menschen und haben Vertrauen in die individuellen
Fähigkeiten. Respekt, Toleranz und Vertrauen sind die Säulen unserer Arbeit, die wir
in gleichem Maße professionell wie
leidenschaftlich leisten“
„Selbstbestimmung und Mitgestaltung sind dabei die Leitziele unseres Handelns“
„Wir tragen gemeinsam Verantwortung für einen Umgang, der geprägt ist von
Wertschätzung, Respekt, Akzeptanz, Offenheit und Vertrauen.“
In der KiTa
Uthweiler Zwergenland
e.V.
wird
besonders
viel
Wert
auf
die
individuelle
Entfaltung und Persönlichkeitsentwicklung
jedes
Kindes
gelegt.
Unser
Kindergarten
ist
ein
Ort
zum
Entdecken,
Forschen,
Bewegen,
Spielen,
sich
auszuprobieren
und
zu
entwickeln.
Unsere Kinder
dürfen
aktiv
den
Alltag
mitbestimmen.
Alle Kinder
werden
in
Entscheidungen
mit
einbezogen
und
können
sich an
den angebotenen
Aktivitäten
beteiligen.
Durch den eigenen Prozess
lernen
die
Kinder unter anderem
ihren
eigenen
Körper
kennen,
sich
mit
seinen
Fähigkeiten auseinanderzusetzen,
Gefühle
und
Empfindungen
auszudrücken,
auszuleben
und
zu
verarbeiten,
aber
auch
ihre
eigenen
Grenzen
und
die
ihres
Gegenübers kennenzulernen
und
diese
zu
akzeptieren.
Alle
Kinder
haben
das
Recht jederzeit
„Nein“ zu sagen.
Wir
sehen
uns
als
Begleiter,
Beobachter
und
Förderer
und
unterstützen
die
Kinder
dabei
sich
zu
kompetenten
Persönlichkeiten
zu
entwickeln
und
als
eigenständige
Individuen
heranzuwachsen.
Wir als
Elterninitiative
legen
viel
Wert
auf
eine
gute
Zusammenarbeit
mit
den
Familien. Zum Schutze unserer Kinder werden auch die Eltern stark mit einbezogen,
die
sich
bei
vielen
Belangen,
die
unsere
Einrichtung
betreffen,
wie
z.B. der
Gartenpflege,
einsetzen
.
In
der KiTa Zwergenland
sollen
sich
alle
rundum
wohlfühlen. Kinder
die
sich
mit
Freude
entfalten
und
entwickeln
können,
Eltern
die
ihre
Kinder
gerne
und
unbesorgt
abgeben,
aber
auch
Mitarbeitende,
die
mit
Freude
zur
Arbeit
kommen,
Teamwork
schätzen
und sich
den
täglichen
Herausforderungen
stellen.
2
Konzeption
Uthweiler Zwergenland e.V.
In unsere
r
Kindertagesstätte „
Zwergenland
“ sammeln Kinder
frühe Lern
-
und
Lebenserfahrungen in sozialer Gemeinschaft.
Unser Träger, die
Elterninitiative Uthweiler Zwergenland e.V.
, hat es sich zur Aufgabe
gemacht, Kinder
mit und ohne Beeinträchtigungen
und ihre Familien in
unterschiedlichen Lebensbereichen indiv
iduell zu unterstützen, um ihnen ein möglichst
hohes Maß an Eigenständigkeit und Selbstbestimmung und eine gleichberechtigte
Teil
habe
am Leben in der Gesellschaft zu ermöglichen
.
Wir sind eine Elterninitiative
Elterninitiative bedeutet:
Es gibt einen Vorstand: Eltern, die ehrenamtlich bereit sind den Verein mit folgenden
Posten zu vertreten und zu verwalten: 1. Vorsitzende/r, 2. Vorsitzende/r,
3. Vorsitzende/r, Kassenwart*in, 2 Beisitze
Die
Vorstandsmitglieder werden auf Mitgliederversammlungen gewählt.
Als weiteres Gremium gibt es den Elternbeirat: dieser ist das Bindeglied zwischen
Team, Vorstand und den Eltern. Im Elternbeirat befinden sich mindestens 4 Elternteile,
die ebenso auf der Mit
gliederversammlung gewählt werden.
Rat der Einrichtung: Vorstand, Elternbeirat und Team kommen einmal im Jahr
zusammen.
Wir bieten
bis
zu
42
Kindern im Alter von
2
Jahren
bis zum Schuleintritt einen
Lebensraum, den sie spielerisch erobern und in dem si
e sich ihrem Tempo und ihren
Fähigkeiten entsprechend entwickeln können. Dabei erhält jedes Kind die individuelle
Begleitung und Unterstützung, die es im Sinne einer ganzheitlichen Entwicklung
benötigt.
Aus dem Selbstverständnis unseres Trägers heraus und
aufgrund unserer
langjährigen
Erfahrung in der
pädagogischen
Arbeit
,
sehen wir als Ergänzung zu der
gemeinsamen Erziehung die enge Begleitung und Beratung der Familien von jeher als
unsere Aufgabe an.
Neben unseren eigenen
qualifizierten
pädagogischen
Mitarbeite
nden
mit
verschiedenen Zusatzqualifikationen können wir auf ein schon vorhandenes Netzwerk
mit kompetenten
Kooperationspartner
Innen
und anderen Institutionen
(z.B.
Logopädie, Ergotherapie, Frühförderzentrum, SPZ, u.v.m)
aufbauen.
An
hand dessen
begleiten und beraten wir die Eltern und Familien
.
3
Inhaltsverzeichnis
1 Unser Bild vom Kind
................................
................................
................................
...........
4
2 Unsere Einrichtung
................................
................................
................................
.............
4
2.1 Unser Team
................................
................................
................................
.....................
5
2.2 Unsere Räu
mlichkeiten
................................
................................
................................
...
5
2.3 Der Außenbereich
................................
................................
................................
...........
6
3 Gemeinsam spielen, lernen und leben
................................
................................
...............
6
4 Unser pädagogischer Ansatz
................................
................................
..............................
7
5 Partizipation
................................
................................
................................
.......................
8
6 Bildungsgrun
dsätze
................................
................................
................................
............
9
Soziale, emotionale und kulturelle Bildung:
................................
................................
........
9
Musikalische Bildung:
................................
................................
................................
........
9
Kreativität und Phantasie:
................................
................................
................................
..
9
Bewegung, Körper, Gesundheit und Ernährung
................................
................................
10
Naturwissenschaft und Technik
................................
................................
........................
10
Mathematische Bildung
................................
................................
................................
.....
10
Kommunikation und Sprache
................................
................................
............................
11
Lebenspraktischer Bereich
................................
................................
................................
11
Übergang in die Schule
................................
................................
................................
.....
12
7 Bindungsorientierte
Eingewöhnung
................................
................................
...................
12
8 Unser Ta
gesablauf
................................
................................
................................
............
13
9 Die Bedeutung des Spiels
................................
................................
................................
.
13
9 Wöchentliche, monatliche und jährliche Angebote
................................
.........................
14
11 Alltagsintegrierte Sprachbildung
................................
................................
......................
15
13 Beobachtungs
-
und Bildungsdokumentation
................................
................................
....
15
14 Gemeinsam mit den Eltern
................................
................................
..............................
16
15 Umgang mit Beschwerden
................................
................................
...........................
17
16 Schutzkonzept
................................
................................
................................
.............
18
17 Weiterentwicklung durch Qualitätssicherung
................................
................................
...
18
18 S
chlusswort
................................
................................
................................
.....................
18
4
1
Unser Bild vom Kind
Jedes
Kind
hat ein
Recht
auf
eine individuelle
Förderung seiner
Entwicklung und auf Erziehung
,
zu
einer eigenverantwortlichen
und gemeinschaftsfähigen
Persönlichkeit.
Wachsen kann ich da…
Wo jemand mit
Freude
auf mich wartet
Wo ich
angenommen
werde
Wo ich
Fehler
machen darf
Wo ich Raum zum
Träumen
habe
Wo ich meine Füße
ausstrecken
kann
Wo ich laut
singen
darf
Wo immer ein
Platz
für mich ist
Wo ich mit
Respekt
behandelt werde
Wo
Grenzen
, die ich setze,
akzeptiert
werden
Wo einer meine
Sorge
n
anhört
Wo ich eine
Pause
machen darf, wenn ich sie brauche
Wo ich
ernst
genommen werde
Wo jemand meine
Freude
teilt
Wo ich auch mal
nichts
tun darf
Wo mir im
Trost
gespendet wird
Wo ich
Wurzeln
schlagen kann
Wo ich
leben
kann
2
Unsere Einrichtung
Die
Elterninitiative Uthweiler Zwergenland e.V.
besteht bereits seit über
53
Jahren i
n
einem Ortsteil von Königswinter
.
Mit der Lage
Nahe zur Natur
ist sie in einem
ländlichen Umfeld eingebunden
.
Die Einrichtung
ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu
erreichen.
So befindet sich eine Haltestelle für Busse direkt vor der KiTa.
Das
nahegelegene Ortszentrum von Königswinter
-
Oberpleis
erreicht man in ungefähr
5
Autominuten
. In unmittelbarer Umgebung der Kita befinden
sich auch einige
ausgebaute Rad
-
und Geh
wege, sodass Eltern ihre Kinder
mit dem
Rad oder auch zu
Fuß in die Kita bringen.
Durch ihre
ländliche
Lage ist die Kita nicht nur für Eltern und ihre Kinder gut zu
erreichen, sondern bietet vielfältige Möglichkeite
n zur Sozialraumerkundung. Ausflüge
in den Wald
und
an den Bach
sind gut fußläufig möglich
.
Unser Einzugsgebiet bezieht sich
mittlerweile auf d
en
gesamte
Bergbereich
Königswinter.
5
Die Kita
Zwergenland
ist eine
zwei
gruppige Einrichtung
, in der wir
Kindern im Alter von
2 Jahren bis zum Schuleintritt
mit verschiedensten Förderschwerpunkten
einen Ort
zum
Wohlfühlen
und
W
achsen
bi
eten.
Wir bieten
42
Kitaplätze
an
,
mit
35
oder 45
Wochenstunden und
folgender
Betreuungszeit
:
35h:
Montag
–
Freitag
7.30
Uhr bis
14
:
30 Uh
r
45h: Montag
–
Donnerstag 7:30 Uhr bis 17:00 Uhr & Freitag 7:30 Uhr bis 14:30 Uhr
2.1
Unser T
eam
6
Erzieher*innen
, mit individuellen Zusatzqualifikationen, unter Anderem: In der
Diagnostik und Autismus, Montessori
-
Diplom,
ausgebildete Kindertanzlehrerin,
Kinderschutz
nach §8a
1
-
2 Auszubilden*e
(PiA, Berufspraktikant*innen)
1
Ergänzungskraft
1
Küchenfee
Darüber hinaus gehören noch
unregelmäßig
PraktikantInnen
zu unserem Team.
2.2
Unsere Räumlichkeiten
Unser
Zwergenland
befindet sich in einem großen
ebenerdigen
Gebäude, das erst mit
diversen Umbaumaßnahmen seine finale Funktion als Kita erhielt.
Der
Eingangsbereich führt
in den Flur, von dem man durch die Garderoben jeweils in
die
Gruppen gelangt.
Dort
stehen den Kindern
zwei
helle und freundliche Gruppenräume zur Verfügung
.
Je
z
wei kleinere
Differenzierungsräume
und Waschräume,
sowie eine Turnhalle
ergänzen das Raumangebot.
In den Gruppenräumen gibt es neben Konstruktionsspi
elen, Rollenspielmaterialien,
Büchern, Regelspielen etc. vielfältige Möglichkeiten zum kreativen Gestalten sowie
unterschiedlichste Materialien zur Wahrnehmungserfa
hrung
und
-
förderung. Durch die
Betreuung
der
Kinder mit
unterschiedlichem
Förderbedarf haben wir ein reiches
Angebot an Materialien, die basale Erfahrungen ermöglichen. In
den
Gruppenräume
n
gibt es
bewusst ruhige Spielbereiche
die den Kindern
innerhalb ihres
Kindergartentages Rückzugsmöglichkeiten
ermöglichen
, um auch mal allei
ne oder in
Kleingruppen zu spielen.
Die
Gruppenräume
dienen
nach der Betreuungszeit
auch
den
Teambesprechungen
und
sonstige
n
Beratungs
-
und Elterngespräche
n
.
6
2.3
Der Außenbereich
Das abwechslungsreich gestaltete Außengelände lädt
die Kinder zu vielfälti
gen
Spielmöglichkeiten und Sinneserfahrungen ein. Hier finden die Kinder unterschiedliche
Bewegungsa
ngebote mit verschiedenen Schwierigkeitsgraden.
D
er Außenbereich
des
Zwergenlandes
bietet
verschiedene
separate Bereich
e
, welche mit einer Nestschaukel,
einer Rutsche und einem Sandbereich ausgestattet
sind
. Dort haben die Kinder die
Möglichkeit in einer geschützten Umgebung die Umwelt zu erkunden und Erfahrungen
in den unterschiedlichen Wahrnehmungsbereichen zu sammeln.
Weiter ist das
Außengelände
mit
eine
r
großen Kletter
landschaft
,
Balanciermöglichkeiten,
diverse
n
kleinere
n
Kletter
-
und Spielgeräte
n
ausgestattet.
Die verschiedenen Elemente
des Außenbereichs ermöglichen den Kindern motorische Erfahrungen zu sammeln und
sprechen
,
aufgrund unterschiedlicher Schwierigkeitsgrade
,
verschiedenste
Kompetenzbereiche an.
Ebenfalls
können die Kinder auf dem gepflasterten Ber
eich
, mit
Kreide malen
und kreativ explorieren
. In
einem separaten Gartenhäuschen
befinden sich
diverse Spielzeuge für das Außengelände
.
Für
Fahrzeuge
gibt es vor dem Eingang einen
separaten abgetrennten Bereich, wo mit BobbyCar und co.
g
efahren
werden
kan
n.
Im Frühjahr und Sommer w
erden kindgerechte
Hochbeet
e
durch die Gruppen bepflanzt
und gemeinsam mit den Kindern gepflegt und die Erträge
bewundert und
geerntet.
Das
natürlich angelegte Außengelände bietet den Kindern die Möglichkeit verschiedenste
Materi
alerfahrungen zu sammeln und gemeinsam mit den anderen Kindern die Umwelt
zu erkunden.
Ein
e
Wasserspielanlage
ermöglicht den Kindern
zusätzliche Spielmöglichkeiten und
Erfahrungen mit dem Element Wasser
.
Der
e
ingegrenzt
e Sandbereiche bieten
verschieden angeordnete zusätzliche motorische Anreize.
3
Gemeinsam spielen, lernen und leben
Hilf mir, es selbst zu tun.
(Maria Montessori)
Man hilft den Menschen nicht, indem man für sie tut, was sie selbst tun können
(Abraham Lincoln)
Im Mittelpunkt unserer pädagogischen Arbeit steht für uns die
individuelle und
selbstsichere
F
ö
rderung aller
Kinder
. In der gemeinsamen Begegnung
hat jedes Kind
die Chance des sozialen Lernens. Unser
pädagogisches
Konzept schafft für alle
Kinder die Möglic
hkeit
,
in gegenseitiger Wertschätzung miteinander zu spielen, zu
leben
, zu erkunden
und zu lernen.
Folgende Zielsetzungen unserer pädagogischen Arbeit sind uns besonders wichtig:
❖
Kinder in ihrer Persönlichkeit zu stärken und ihre emotionalen
Fähigkeiten zu
erweitern
7
❖
Kinder in ihrem sozial verantwortlichen Handeln zu
fördern und zu
bestärken
❖
Kindern, die ihnen mögliche Teilhabe/Beteiligung in allen Bereichen
zu ermöglichen
❖
Kinder in ihrer Entwicklung so zu unterstützen, dass sie eine größtmögli
che
Selbständigkeit und Eigenaktivität erreichen und damit ihre Lernfreude geweckt
und angeregt wird
❖
Kindern die Teilhabe an Entscheidungsprozessen
zu
ermöglichen, indem sie
sich aktiv in ihren unmittelbaren Lebensbereich mit einbringen
❖
Kindern das Erlang
en zahlreicher Kenntnisse und Handlungskompetenzen
durch vielfältige Erfahrungen mit und über ihre Umwelt und ihr kulturelles
Umfeld zu ermöglichen
❖
Kindern individuelle verbale und nonverbale Kommunikationsmöglichkeiten zu
eröffnen, ihre sprachlichen
und k
ommunikativen
Kompetenzen zu fördern und
weiter zu entwickeln
❖
Kindern zu ermöglichen
,
Selbstvertrauen und Selbstbewusstsein zu entwickeln
4
Unser pädagogischer Ansatz
In unserer Kindertagesstätte werden die Kinder dabei unterstützt, sich zu
eigenständigen Persönlichkeiten zu entwickeln
. Sie sollen sich
selbständig,
selbstbewusst und entscheidungsfreudig für ihre Interessen einsetzen
, aber auch
lernen Rücksicht zu nehmen und Kompromisse zu schließen
.
Dabei unterstützen wir
jedes Kind individue
ll
i
n
seine
n
Möglichkeiten.
Durch die professionelle Beobachtung der Kinder, die Reflektion
und der Austausch mit
Kollegen*innen und den Erziehungsberechtigten
,
versuchen wir die Kinder bestmöglich
zu begleiten, zu stärken und
in ihrer Entwicklung
weiterzubringen. Unseren
gemeinsamen Weg wollen
wir
mit Spaß und Freude gehen.
Das heißt:
❖
Angebote orientieren sich an der
Lebenswelt
der Kinder, Themen werden
vordergründig situativ
, proaktiv
sowie kindorientiert aufgegriffen und
weiterentwickelt.
❖
Freie
Spielmöglichkeiten
, auch
gruppenübergreifend
,
in allen Bereichen mit den
Kindern entwickel
n, welche
vielfältige Lebens
-
und Lernerfah
rungen
ermöglichen
.
❖
Ein vorbehaltloses Miteinander wird im Besonderen unterstützt
und gefördert.
❖
Durch entsprechende Angebote
abgestimmt auf die Bedürfnisse, Interessen und
Fähigkeiten der Kinder, erhält jedes Kind Unterstützung für seine individuelle
Entw
icklung und ausreichend Zeit für sein eigenes Entwicklungstempo.
❖
Gezielte
M
aßnahmen für Kinder mit besonderem Förderbedarf
finden
in Einzelsituationen, Kleingruppen und eingebunden in den
Gruppenalltag statt.
8
5
Partizipation
Partizipation
bedeute
t
Teilhabe, Mitbestimmung,
Gleichberechtigung
und
Beteiligung.
Die Kinder werden in die Gestaltung des Tagesablaufs und der Erarbeitun
g von
Projekten und Angeboten
mit
einbezogen
.
D
ie
Interessen, Vorschläge und Ideen der
Kinder
sind uns sehr wichtig
und werden individuell von den Gruppen in den Kita
-
A
lltag
integriert
.
In
vielfältigen Situationen im Alltag z.B. in der
Morgenrunde, bei der Auswahl von
Spielmaterial und Spielort, bei der Absprache von Regeln etc. wird die Meinung der
Kinder aufgegriffen und weiterentwickelt.
Da
die Möglichkeiten der Kinder bedingt
durch
ihrer Förderschwerpunkte sehr
unterschiedlich gelage
rt sind
, bedarf es im Hinblick auf Selbstbestimmung und
Teilhabe eines sehr sensiblen Blickes und einer differenzierten Mitnahme und
Begleitung.
Wir
inkludieren verschiedene Förder
schwerpunkte
in unseren
pädagogischen Alltag
,
so
dass die Kinder selbst
wirks
am
und entsprechend ihrer
Ressourcen am gesamten Kitaa
ll
tag teilhaben
und ihren Möglichkeiten nach
mitbestimmen
und
mitentscheiden
können.
WIR
…
❖
ermutigen sie ihre Meinung zu äußern
❖
gestehen ihnen Wahlmöglichkeiten und sprechen ihnen
Entscheidungsfähigkeit
zu
❖
respektieren ihre Bedürfnisse und Interessen
❖
bauen Barrieren ab, um Teilhabe zu ermöglichen
❖
nutzen
Ressourcen und
knüpfen
an diese
a
n
❖
schaffen
Situationen
,
die inklusive Prozesse ermöglichen (z.B. Materialauswahl,
entsprechende Angebote)
❖
wert
schätzen uns gegenseitig
,
begegnen uns auf Augenhöhe und
leben
dies
auch vor
❖
leisten
Aufklärungsarbeit
❖
betrachten jedes Kind individuell und stärken es ganzheitlich nach seinen
Fähigkeiten
❖
bieten jedem Kind den Raum zur
Entfaltung und zur Persönlichkeitsentwicklung
Gemeinsam verschieden sein
Dabei ist es wichtig, die Unterschiede und Gemeinsamkeiten
aller Kinder sensibel in
den Blick zu nehmen und die eigene Haltung immer wieder zu überprüfen und weiter
zu entwickeln.
9
6
Bildungsgrundsätze
Ausgehend von unserem Bildungs
-
und Erziehungsauftrag ermöglichen wir den
Kindern Erfahrungen in folgenden Entwicklungsbereichen:
Soziale, emotionale und kulturelle Bildung
:
Einzeln sind wir Worte, zusammen ein Gedicht
Wir
holen
die Kinder
dort ab
, wo sie stehen
und
stärken sie in ihrem
Selbstbewusstsein, im Erkennen und Ausdrücken ihrer Gefühle und Bedürfnisse. Sie
lernen abzuwarten, zuzuhören, Rücksicht zu nehmen, aber auch ihre Meinung zu
vertreten und sich zu behaupt
en. Die Kinder erleben
Gemeinschaftsgefühl und
erfahren,
dass man viele Dinge alleine nur schwer bewältigen kann, gemeinsam aber
vieles zu schaffen ist. Unser Bestreben ist es, die Kinder darin zu bestärken,
gemeinsam Lösungen zu finden, sodass
sich
jedes
Mitglied der Gruppe einbringen
kann und gesehen wird.
Auf Ausflügen lernen wir unser Lebensumfeld
und
unseren
Sozialraum
kennen
,
unsere
n
Ort
und die nähere Umgebung
. Wir
besuchen
die Polizei
, die
freiwillige
Feuerwehr
,
angrenzende
Naturgebiete wie
Wald und Wiesen, Bauernhöfe
u
.
v
.
m.
Musikalische Bildung:
Musik liegt in der Luft
Musik begleitet uns durch unseren Alltag. Wir hören Musik im Radio, im Fernsehen,
im Geschäft usw.
Auch im Kindergarten erleben die Kinder Musik. Wir
singen
täglich
Lieder
im Sing
-
bzw. Mittagskreis
, lernen verschiedene Instrumente
,
Künstler und Komponisten
kennen und erleben Musik als Ausdrucksmittel (singen, tanzen und Spaß haben).
Jahreszeitliche Feste werden ebenfalls musikalisch gestaltet.
Dieser Bereich ist eng verbunden mit dem folgenden Bereich:
Kreativität und Phantasie:
Phantasie ist wichtiger als Wissen, denn Wissen ist begrenzt
(Albert Einstein)
Kreativität und
Phantasie werden in vielen Bereichen des täglichen
Kindergartenlebens angesprochen. Die wichtigste Zeit hierfür ist die Freispielzeit. Die
Kinder tauchen in phantasievolle Rollenspiele ein, werden am Basteltisch kreativ und
schaffen sich immer wieder neue
Spiel
-
und damit auch Lernmöglichkeiten. Des
Weiteren werden die Kinder aufgefordert, in verschiedenen Situationen nach
Lösungen zu suchen. Auftretende Schwierigkeiten sollen nicht als Hindernis
wahrgenommen werden, sondern die Kinder sollen sich aufgeford
ert fühlen, kreativ zu
werden und unterschiedlichste Lösungsmöglichkeiten auszuprobieren. Dies gilt
sowohl für den Bereich des kreativen Gestaltens
,
als auch den
sozialen Bereich.
10
Bewegung, Körper, Gesundheit und Ernährung
Der Körper ist das Sprachrohr
der Seele
Wir erleben den Alltag mit allen Sinnen, mit dem
Gleichgewichtssinn
(vestibuläre
Wahrnehmung)
genauso wie mit dem Tast
-
(taktile Wahrnehmung)
,
Geruchs
sinn
(gustatorische Wahrnehmung)
, oder Geschmackssinn (olfaktorische Wahrnehmung)
.
Visuell und auditiv machen wir uns unsere Umwelt ebenfalls erfahrbar und erleben die
Wirklichkeit in all ihren Facetten.
Wir lernen unseren Körper kennen, wie groß bin ich
,
wo ist mein Kopf, wo sind meine
Füße?
Begriffe entstehen durch „Be
-
Greifen“, anfassen, mit allen Sinnen wahrnehmen.
Der Buchstabe „A“ kann so vieles mehr sein, als ein Buchstabe. Das „A“ kann z.B. ein
Dach, ein Dreieck oder ein Ve
rkehrsschild sein. Diese Zusammenhänge erlernt das
Kind durch a
ktives Tun. Es läuft über ein „A“ aus Seilen, findet das „A“ im Wald aus
zwei umgestürzten Bäumen oder malt es in den Sand. Der Buchstabe wird somit über
verschiedene Wahrnehmungskanäle möglichst ganzheitlich erfasst.
Überhaupt ist die Wahrnehmung ein wic
htiger Bereich
unseres Bildungs
-
und
Erziehungsauftrags
. Beispielsweise differenziertes Hören, sich das Gehörte merken
zu können und feine Unterschiede über das Sehen zu erkennen, sind ebenso wichtig
wie die Körper
-
und damit die Eigenwahrnehmung.
Der Ges
chmackssinn ändert sich im Leben eines Kindes immer wieder. Daher ist es
uns wichtig, den Kindern immer wieder neue oder ungeliebte Nahrungsmittel
anzubieten. Zusätzlich wollen wir den Kindern vermitteln, welche Nahrungsmittel uns
guttun und welche wir lie
ber nur in Maßen genießen sollten.
Die im Elternhaus bereits gelernten Hygieneregeln wie Hände waschen, Zähne putzen
und die Hust
-
und Niesetikette vertiefen wir im täglichen Umgang miteinander.
Naturwissenschaft und Technik
Kinder sind von Natur aus
Forscher
Kinder lernen durch beobachten und ausprobieren. Im Wald
,
aber auch auf unserem
Gelände
entdecken die Kinder einen kleinen Käfer, die Spur einer Schnecke und
untersuchen Verschiedenes mit der Lupe. Sie erlernen den Unterschied zwischen
Warm (Sonne)
und
Kalt (Schnee)
, mahlen
Kaffeebohnen
mit der Mühle, lernen die
verschiedenen Arten von Farbe
n kennen
usw
. Die Möglichkeiten sind hier unbegrenzt.
Mathematische Bildung
Mathematik ist eine wunderbare Art, die Gedanken zu ordnen, Unsinn
iges
zu
beseitigen und Klarheit zu schaffen.
Es gibt sechs Pfeiler der Mathematik, die uns im Alltag ständig be
gegnen:
1.
Muster (z.B. Ketten auffädeln)
2.
Zahlen (z.B. Mengenerfassung, Würfelbild)
3.
Messen und Wiegen (z.B. groß
-
klein, schwer
-
leicht)
4.
Geometrie (z.B. einfache Formen)
5.
Sortieren und Klassifizieren (z.B. nach Farbe sortieren, Oberbegriffe)
11
6.
Statistik und grafische Darstellung (z.B. Verhältnis von Mengen auf einen Blick
deutlich machen)
Im Kitaalttag
bauen wir Möglichkeiten ein, die das Lernen mathematischer
Grundkenntnisse, wie Zahlen und Reihen ermöglichen
(z.B.
Hüpfekästchen
)
. Hier
zählen wir beispielsweise die
Sprünge
und finden dort auch die entsprechenden
Zahlenbilder.
Wortlektionen wie
„
viel
“
und
„
wenig
“
können z.B. bei der
Essensverteilung vermittelt werden. In Konstruktionsangeboten erfährt das Kind
was hoch/tief oder gr
oß/klein ist.
Kommunikation und Sprache
Kommunikation (durch Mimik, Gestik, Körper und Sprache) verbindet und baut
Brücken
Kommunikation geschieht nicht nur durch Sprache. Unsere Körperhaltung, unsere
Mimik und unsere Gestik müssen vom
Gegenüber wahrgenommen
,
gedeutet
und
anschließend entsprechend darauf reagiert
werden.
Wir vermitteln den Kindern unterschiedlichste Möglichkeiten sich auszudrücken, aber
auch die Signale des Anderen zu deuten und zu verstehen. Dies erreichen
wir durch
Li
eder, Tänze, Bildkarten, Rollenspiele, Bilderbücher, Gedichte, Reime und andere
Medien. Natürlich legen wir auch großen Wert auf die alltagsintegrierte
Sprachförderung in der Gruppe.
Ein wichtiger
Bereich
der Sprach
e, besonders
im Hinblick auf
die
Schule
,
ist die
phonologische Bewusstheit. Diese beinhaltet das Erkennen von Silben (Silben
klatschen), Reimwörter finden und im engeren Sinne die (An
-
)Laute im Wort
heraushören und Silben zu einem Wort zusammenfügen.
Kognition
Kognition ist mehr als
Buchstaben und Zahlen
Viele der genannten Bereiche sind Voraussetzung für die Entwicklung der Kognition.
Kognition beinhaltet
u.a.
einen Plan zu entwickeln, diesen umzusetzen,
Zusammenhänge zu erkennen und Schlussfolgerungen zu ziehen
(Handlungsplanung
zu
erlangen)
. Weitere Bereiche der Kognition sind bspw. mehrteilige Aufträge
verstehen,
diese
merken un
d
ausführen, Ausdauer, Gedul
d,
Konzentration und
Aufgabenverständnis. Eine gute Eigenwahrnehmung hilft uns, uns selber zu
organisieren und aus der Fülle der
Informationen das Wesentliche herauszufiltern und
zu verarbeiten.
Lebenspraktischer Bereich
An jedem Tag und zu jeder Zeit wird zusätzlich noch der lebenspraktische Bereich
gefördert. Die Kinder ziehen sich beispielsweise nach Möglichkeit allein an
und aus,
sorgen und achten auf ihr Eigentum (Jacke aufhängen, Tasche wegräumen usw.),
helfen mit beim Tisch decken, lernen mit Messer und Gabel zu essen usw.
12
Übergang in die Schule
In unserer Kindertagesstätte möchten wir allen Kindern den bestmögliche
n und
individuell passenden Weg vom
Kindergartenkind zum Schulkind ermöglichen.
Jedes
Kind erhält die Unterstützung und Hilfestellung die
es
benötigt,
um sich wohlzufühlen
und lernen zu können. Wir
unterstützen die Kinder in ihren Kompetenzen und
stärken
sie in Ihrer Entwicklung zu einer selbstbewussten Persönlichkeit.
Im letzten Kindergartenjahr findet für alle Kinder, die anschließend in die Schule gehen
die sogenannte „Vorschul
zeit
“ statt. Dabei
werden
immer wieder
bestimmte
Thematik
en
gemeinsa
m
bearbeitet
.
Hier werden die oben genannten Inhalte vertieft
und im Hinblick auf die Schule nochmal etwas genauer betrachtet. Die Kinder erleben
sich gemeinsam als die großen Vorschulkinde
r
(„schlaue Füchse“) und
erfahren
dadurch ein Gemeinschaftsgefühl,
welches sie im letzten Kitajahr noch mal besonders
in ihrer Entwicklung wachsen lässt.
Da wir untereinander in ständigem Austausch stehen
und auf unterschiedliche
Professionen im Haus zurückgreifen können
,
ist es uns möglich, dass
wir jedes Kind
individu
ell auf seinem Weg zu einem guten Schulstart begleiten.
7
Bindungsorientierte
Eingewöhnung
Eine gut durchdachte Eingewöhnungsphase ist sowohl für die Kinder als auch für die
Eltern
und uns
der erste Baustein für einen guten Start in die Kindergartenzeit.
Die Aufnahme in die Kita soll
,
in Absprache mit den Eltern
,
möglichst sensibel und mit
ge
nügend Zeit erfolgen.
Wichtig ist, dass für das Kind feste Bezugsperson
en
benannt
sind
, welche die Loslösung vom Elternteil mit begleite
n
und im Verlauf der ersten Tage
und Wochen eine vertrauensvolle Beziehung zum Kind aufbauen k
önnen
.
Grundsätzlich gilt,
dass die Eingewöhnung im Tempo des Kindes individuell gestaltet
wird und
sowohl die Trennungsphase als auch
die
Betreuungszeiten nur langsam
gesteigert
werden.
Meistens
gewöhnen wir die Kinder nach dem Berliner
-
Modell ein.
Dieses bildet jedoch
nur den Ra
hmen.
Die Eltern begleiten die Kinder in den ersten drei Tagen
durchgehend
. Eine erste Trennung erfolgt frühstens am vierten Tag. Es ist uns jedoch
besonders
wichtig, die individuellen Bedürfnisse
aller
Kinder zu berücksichtigen
.
Nach
abgeschlossener Eingewöhnung
(
in der Regel nach
spätestens
4
-
5 Monaten)
bieten wir ein Elterngespräch, das so genannte
Erstgespräch nach Eingewöhnung
an,
das
s
in den kommenden Jahren zu einem regelmäßigen Eltern
-
bzw.
Entwicklun
gs
ges
präch wird.
13
8
Unser Tagesablauf
7.
30
Uhr
–
9
.00 Uhr
:
Ankunft der Kinder
mit anschließendem Freispiel
ab Ankunft bis ca.
9.
3
0 Uhr
: freies
Frühstück in
d
en Gruppen
(eigene Brotdose)
;
Freispiel
9.
0
0
Uhr
:
F
reispiel; Bewegungsangebote; kreative Angebote; Umwelt
-
und
Sachbegegnungen;
gruppeneigene
Projekte;
hauswirtschaftliche Angebote;
verschiedene therapeutische Fördereinheiten; Spielen im Garten; (alles
auch
gruppenübergreifend möglich)
12
Uhr
–
1
2
.
45
Uhr
:
gemeinsames
Mittagessen (
jeweils in den Gruppen
)
ab
12:
45
Uhr
-
ca. 14:
00
Uhr
:
Mittagsschlaf
und Ruhezeit
(individuell nach
Bedürfnissen des Kindes)
ab
1
2
.
45
Uhr
–
14.00
Uhr
:
ausruhen und
ruhiges Spiel
ab
1
3.00 Uhr:
rücksichtvolle/leise Abho
lung des Kindes möglich
ab 14
.00
Uhr:
Freispiel und verschiedene Angebote drinnen und draußen
9
Die Bedeutung des Spiels
Im freien Spiel haben die Kinder die Möglichkeit
,
sich ungestört
in ihr Spiel zu vertiefen
und in
Ruhe verschiedenste
Spielarten,
Spielmaterialien und Spielorte
auszuprobieren. Freispiel muss gelernt und von uns angeleitet und begleitet werden.
Die Strukturierung der Gruppenräume
mit
verschiedenen Spielbereichen (z.B.
Konstruktionsecke,
Rollenspielbere
ich, unterschiedliche Wahrnehmungs
-
und
Kreativbereiche) ermöglicht es den Kindern, vielseitige Erfahrungen im Freispiel zu
sammeln. Durch Anpassung der Freispielräume und eine altersgemäß und
bedürfnisorientiert ausgestattete Umgebung schaffen wir immer w
ieder neue
Möglichkeiten, eigene Spielideen zu erproben.
Für uns ist es wichtig, dass die Kinder in diesen Phasen ihre eigenen Spielideen
umsetzen können und sich gleichzeitig von
anderen
Spielpartner
*
Innen
und
verschiedenen Materialien inspirieren lassen. Hier findet sich im Besonderen
d
ie
pädagogische
Ausrichtung
unserer Einrichtung wieder. Im Freispiel sammeln die
Kinder vielfältige Erfahrungen (verbale und nonverbale Kommunikation, Lernen am
Modell, Nähe
und Distanz, Durchsetzungsvermögen,
Rücksichtnahme,
Kompromiss
-
bereitschaft,
Abgrenzung, Toleranz, Konkurrenz, eigene Ausdrucks
-
und
Entwicklungsmöglichkeiten, Solidarität etc.), die sie für ihre Persönlichkeitsbildung
benötigen und die nicht durch Übungen
vermittelt werden können.
14
St Martinsumzug
. Martinsumzug
m
it
Weckmännern und
Kinderpunsch
Großelternnachmittag
Gemeinsam mit den Kindern
Im Zuge des situativen Ansatzes erarbeiten wir gemeinsam mit den Kindern
unterschiedlichste Themengebiete, aus denen sich Ideen für didaktische Reihen
ergeben.
Im Rahmen unseres
pädagogischen
Konzep
tes
gestalten wir
didaktische
Angebote
,
aber auch Strukturen und Rituale
,
durch die Kinder in vielfältiger Art und Weise
lernen,
sich nach ihren Möglichkeiten und Bedarfen in alltäglichen Situationen zurechtzufinden
bzw. zu orientieren und
handlungsfähig zu werden
bzw. zu bleiben
.
9
Wöchentliche, monatliche und jährliche Angebote
Hauswirtschaftliche Angebote
individuell in den
Gruppen
Festliches
Frühstück
zu Ostern, Nikolaus
und Karneval
Ausflüge
Kreativer Kindertanz
Wir gestalten mit und für die
Kinder und Eltern
ein
Sommer
fest
.
Schultüten basteln für
die Vorschulkinder
(mit
den Eltern)
Bewegungsangebote
einzeln oder in kleinen
Gruppen
(auch
übergreifend)
15
11
Alltagsintegrierte Sprachbildung
D
er Bildungsbereich Sprache hat in unserer Einrichtung einen hohen Stellenwert.
Sprache, sei es die
Lautsprache
als
auch
die nonverbale Ausdrucksweise ist das
wichtigste Kommunikation
sinstrument
zwischen den Menschen
.
Sprache bedeutet nicht nur Lautsprache
, sondern
auch
Mimik, Gestik, Gebärden
und
Schrift
.
Ausdrucksformen wie tanzen, malen und bildnerisches gehören
ebenfalls
zur
Sprache dazu. Mit Sprache können unter anderem Bedürfnisse, Emotionen und
Wünsche ausgedrückt werden. Sie dient dazu, Konflikte zu lösen und Kompromisse
zu
finden
, aber
auch
Erlebnisse mitzuteilen und somit andere am eigenen Erleben
teilhaben lassen zu
können.
Von der alltagsorientierten Sprachbildung profitieren in unserer Einrichtung alle Kinder,
insbesondere aber die Kinder mit Migrationshintergrund sowie Kinder aus
sprachärmeren Verhältnissen. Sie stellt eine gute Ergänzung und in manchen Fällen
a
uch einen guten Ersatz zur klassischen Sprachtherapie dar, wenn lediglich eine
Sprachentwicklungsverzögerung vorliegt.
Die alltagsintegrierte Sprachbildung (bezogen auf die Lautsprache) umfasst neben der
Förderung der Kommunikation die Sprachbereiche Arti
kulation, Lautwahrnehmung,
Wortschatz, Wortbedeutung, Grammatik, Sprachmelodie und sprachliches Handeln.
Sie orientiert sich an den individuellen Sprachentwicklungsverläufen, an
Alltagssituationen und Interessen aus der Lebenswelt der
2
-
6jährigen Kinder.
W
ichtig sind hierfür, die Bereitstellung einer sprachanregenden Umgebung und die
Vermittlung von Sprechfreude. Wir alle dienen dabei als Sprachvorbild und müssen
uns dessen stets bewusst sein.
Im Alltag ist es für uns selbstverständlich, immer wieder Spre
chanlässe zu schaffen
und beispielsweise Spielsituationen sprachförderlich zu nutzen. Hier werden
„unauffällige“ Techniken wie korrektives Feedback und das aktive Zuhören
angewendet.
Zusätzlich bieten wir allen Kindern verschiedene nonverbale Ausdrucksmögl
ichkeiten.
13
Beobachtungs
-
und Bildungsdokumentation
Grundlage unserer pädagogischen Arbeit ist genaues Beobachten und Wahrnehmen
des einzelnen Kindes und der Gruppe. Die sich beim gemeinsamen Spielen und
Lernen entwickelnden Prozesse
begleiten, analysieren und dokumentieren wir
. Darauf
baut anschließend
unser pädagogisches Handeln au
f
.
Die Handlungsmöglichkeiten
schöpfen wir aus den verschiedenen Ressourcen des
interdisziplinären Teams der Einrichtung.
❖
Portfolio
-
Im
Portfolio werden die Entwicklungsprozesse Ihre
s
Kindes
bildlich
festgehalten. Die Dokumentation hebt die Stärken
Ihres Kindes
hervor und hält
die Entwicklungsphasen mit Fotos, Bildern
, kurzen Texten
etc. fest. Der eigene
16
Portfolio
-
Ordner steht
Ihrer Famili
e
jederzeit zur Verfügung.
Mit der Betrachtung
des Ordners können lebhafte Erzählsituationen entstehen
.
❖
BaSik
„
Begleitende al
l
tagsintegrierte Sprachentwicklungsbeobachtung in
Kindertageseinrichtungen
“
.
Nach diesem Verfahren wird Ihr Kind über die
gesamte K
indergartenzeit in seiner sprachlichen
Entwicklung ganzheitlich
beobachtet
.
❖
Förder
-
und Teilhabeplan
–
Bedarfsermittlungsinstrument des Landes
Nordrhein
–
Westfalen
für Kinder mit Förderbedarf
. Gemeinsam mit Ihnen und
dem Kostenträger ermitteln wir den Fö
rderbedarf Ihres Kindes und legen die
Förderziele und Maßnahmen fest
❖
Entwicklungsberichte
–
alle Beobachtungen und Entwicklungsfortschritte
werden in einem jährlichen Entwicklungsbericht zusammengefasst
und Ihnen
ausgehändigt
(Entwicklungsprogramm GaBip.web)
In den regelmäßigen Entwicklungsgesprächen beziehen wir die Entwicklungs
-
dokumentation mit ein, in die Sie jederzeit einsehen können.
14
Gemeinsam mit den Eltern
„Bildung findet im Team statt
–
Akteure, Partnerschaft und
Kooperation“
,
so hat es das
Ministerium für Familien, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein
-
Westfalen benannt. Diese Bezeichnung bringt es für uns auf den Punkt. In Verbindung
mit dem
Leitbild
unserer Einrichtung, ist die Zusammenarbeit mi
t Familien der
Schwerpunkt unserer
pädagogischen
Arbeit.
Das Wohl jedes Kindes steht in
unsere
m
Zwergenland
im Mittelpunkt!
Um dieses Ziel bestmöglich zu erreichen, ist eine enge
Zusammenarbeit mit Ihnen als
Familie unabkömmlich.
Ihre Kinder
verbringen einen großen Teil des Tages in unserer Kita. Deshalb ist es uns
sehr wichtig
,
mit Ihnen eine vertrauensvolle Basis zu schaffen. Wir sehen Sie als
die
Expert
Innen
Ihrer Kinder. In der Familie erwerben Ihre Kinder grundlegende Dinge, die
für ihr L
eben wichtig sind. Durch
eine
gute und enge Zusammenarbeit
zwischen Ihnen
und uns können wir diese Dinge aufgreifen und Ihr Kind bekommt die nötige
Unterstützung, um sich bestmöglich zu entwickeln.
Aus diesem Grund ist eine Zusammenarbeit zwischen Ihnen u
nd uns ein fester
Bestandteil unserer Arbeit.
Um Ihr Kind zu verstehen und individuell fördern zu können,
wünschen wir uns mit Ihnen eine Erziehungs
-
und Bildungspartnerschaft.
Für Sie und Ihr Kind nehmen wir uns viel Zeit:
❖
G
erne bea
n
tworten wir Ihre
Fragen und haben ein offenes Ohr für Ihr
e
Anliegen
.
❖
F
ür tägliche Tür
-
und Angelgespräche nehmen wir uns Zeit. Im
Besonderen, wenn Kinder keine aktive Sprache nutzen, möchten wir
eine Rückmeldung geben was, wie und mit wem Ihr Kind gespielt hat
.
Ebenso freu
en wir uns über Berichte von Zuhause, um
ihr
Kind bspw. im
Erzählkreis integrieren zu können.
❖
I
n regelmäßigen Abständen bieten wir Entwicklungsgespräche an
,
in
denen
die Eltern
Einblick in die Bildungsdokumentationen erhalten
.
17
Zusammen mit Ihnen schauen wir, wo Ihr Kind steht und legen
gemeinsame Ziele fest
.
❖
Den ersten Elternabend eines neuen Kitajahres gestalten wir kreativ und
fördern dadurch das gegenseitige Kennenlernen der
Elternschaft. Dies
sehen wir als gute Basis zur anschließenden Wahl des Eltern
bei
rats
und
Vorstands.
❖
Der Elternbeirat fungiert als Bindeglied zwischen Elternschaft,
Kita
-
Team
und Träger.
❖
Informationen
, die
die gesamte Kita betreffen, kommunizieren wir übe
r
Elternbriefe
, welche vorzugsweise digital an Sie übermittelt werden
.
❖
Über die
Kita
-
App
„
Stayinformed
“
haben die Eltern immer die
Möglichkeit
, schnell in den Austausch mit den Mitarbeitenden zu gehen
und somit schnell Themen ansprechen
zu
können.
Darüber hinaus
stehen
wir für
alle
Erziehungsberechtigten
als Ansprechpartner zu
verschiedenen Fragestellungen, Nöten und Sorgen zur Verfügung. Wir helfen,
unterstützen oder vermitteln an andere Stellen. Bei Bedarf bieten wir Ihnen auch gerne
unsere Unters
tützung im Umgang mit verschiedenen
Institutionen
an.
Eine
gelingende Erziehungs
-
und Bildungspartnerschaft
zeigt sich in einem
offenen
Umgang miteinander. Hierzu zählen auch faire Auseinandersetzungen, konstruktive
Kritik und aktive Teilnahme an unseren
Angeboten. Anregungen und eine positive
Rückmeldung als Zeichen der Wertschätzung unserer Arbeit bestärken uns.
1
5
Umgang mit
Beschwerde
n
In u
nsere
r
Kindertagesstätte
treffen
viele verschiedene
Persönlichkeiten aufeinander
.
Hier kann es
natürlich auch immer wieder zu Konflikten, Kritik und Beschwerden
kommen
.
Wir nehmen offen angebrachte Kritik von Eltern und Kindern gleichermaßen wichtig.
Im direkten zeitnahen Gespräch erarbeiten wir individuelle Lösungs
möglichkeiten
.
Verfahrensablauf bei Beschwerden von Erwachsenen:
1.
Beschwerde annehmen (jeder Mitarbeiter)
2.
Beschwerde gezielt ansprechen
(Elterngespräch,
Anregungen, Fragen,
Wünsche
)
3.
Beschwerde erfassen (Beschwerdebogen)
4.
Reagieren (Gespräch)
Den Beschwerden von Kindern beg
egnen wir offen und zugewandt. Auch hier arbeiten
wir mit den gleichen Instrumenten des Beschwerdemanagements und erarbeiten
gemeinsame Lösungen im Einzelgespräch, in Kleingruppen
oder
im Morgen
k
reis. Wir
versuchen stets Kinder altersgerecht in betreffende
Entscheidungen einzubinden
(siehe auch Partizipation).
18
1
6
Schutzkonzept
Ein ausführliches
institutionelles
Schutzkonzept der
Elterninitiative Uthweiler
Zwergenland e.V.
beinhaltet alle Bemühungen zur Gewaltprävention. Nach diesem
Konzept arbeiten wir und es ist in schriftlicher Form jederzeit einsehbar.
Der Schutz unserer Kinder ist uns sehr wichtig. Aus diesem Grund wird das
Schutzkonzept ständig evaluiert und verbesse
rt.
1
7
Weiterentwicklung durch Qualitätssicherung
Um eine
gute
pädagogische und therapeutische Arbeit zu gewährleisten, ist die enge
Zusammenarbeit aller Mitarbeiter
I
nnen der Einrichtung mit ihren unterschiedlichen
Fähigkeiten, Kenntnissen und Aufgaben eine zentrale Voraussetzung.
Mit Unterstützung unseres Trägers,
der uns Zusatzqualifikationen,
Fortbildungsmöglichkeiten und Supervision
en
ermöglicht, entwickeln die Mitarbeite
nden
ihre fachlichen und persönlichen Fähigkeiten stets weiter und können sich so kompetent
neuen Herausforderungen stellen.
Alle Prozesse in d
er Einrichtung werden von den
Mitarbeite
nden
kontinuierlich
begleit
et
und dokumentier
t.
Z
u den Themen
wie
Kinderschutz
und
Umgang mit Beschwerden
wurden klare Vorgehensweisen entwickelt und festgeschrieben.
Durch eine ständige Reflexion unserer Arbeit in
einem interdisziplinären Team und die
intensive Zusammenarbeit mit unseren Kooperationspartner
*innen
können neue
Aufgaben konzipiert und bewältigt werden. Dabei müssen die Bedürfnisse und sich
verändernde Rahmenbedingungen immer wieder evaluiert und Angebo
te angepasst
werden.
1
8
Schlusswort
Unsere Konzeption spiegelt und erläutert die pädagogische Arbeit in unserer
Einrichtung gegenüber Eltern, neuen Mitarbeite
nden
und der Öffentlichkeit. D
iese
Konzept
ion
legt
einerseits unsere
Leitlinien fest, soll jedoch
andererseits
so offen sein,
dass sich wandelnde Lebensbedingungen der Familien oder neue pädagogische
Erkenntnisse immer einbeziehen lassen. Daher ist es erforderlich auch in Zukunft
gemeinsam im Gespräch zu bleiben, zu reflek
tieren und zu evaluieren.
Zudem dient die Konzeption dazu
,
Außenstehenden
unsere Einrichtung vorzustellen
und Sie über die
Methoden und Ziele unseres Erziehung
-
, Bildungs
-
und
Betreuungsauftrages zu informieren.
Wir hoffen, dass Sie einen
lebendigen und
umfassenden Eindruck von unserer
vielfältigen pädagogischen Arbeit gewonnen haben.
Mit dieser Konzeption ist nichts für immer festgeschrieben. Die Arbeit mit Kindern lebt
von der Weiterentwicklung, Veränderung bei
Eltern und Kindern, im Umfeld und in der
Kindertagesstätte selb
st
. Jede Konzeption ist wandelbar und ein stetiger Prozess.
Uthweiler
,
April
202
5
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