Pädagogisches Konzept

Pädagogische Konzeption
PÄDAGOGISCHE KONZEPTION UTHWEILER ZWERGENLAND E.V. Siegburger Str. 214 53639 Königswinter 02244 - 7665 Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. www.zwergenland - uthweiler.de
1 Leitbild der Elterninitiative Uthweiler Zwergenland e.V. „Wir achten die Würde aller Menschen und haben Vertrauen in die individuellen Fähigkeiten. Respekt, Toleranz und Vertrauen sind die Säulen unserer Arbeit, die wir in gleichem Maße professionell wie leidenschaftlich leisten“ „Selbstbestimmung und Mitgestaltung sind dabei die Leitziele unseres Handelns“ „Wir tragen gemeinsam Verantwortung für einen Umgang, der geprägt ist von Wertschätzung, Respekt, Akzeptanz, Offenheit und Vertrauen.“ In der KiTa Uthweiler Zwergenland e.V. wird besonders viel Wert auf die individuelle Entfaltung und Persönlichkeitsentwicklung jedes Kindes gelegt. Unser Kindergarten ist ein Ort zum Entdecken, Forschen, Bewegen, Spielen, sich auszuprobieren und zu entwickeln. Unsere Kinder dürfen aktiv den Alltag mitbestimmen. Alle Kinder werden in Entscheidungen mit einbezogen und können sich an den angebotenen Aktivitäten beteiligen. Durch den eigenen Prozess lernen die Kinder unter anderem ihren eigenen Körper kennen, sich mit seinen Fähigkeiten auseinanderzusetzen, Gefühle und Empfindungen auszudrücken, auszuleben und zu verarbeiten, aber auch ihre eigenen Grenzen und die ihres Gegenübers kennenzulernen und diese zu akzeptieren. Alle Kinder haben das Recht jederzeit „Nein“ zu sagen. Wir sehen uns als Begleiter, Beobachter und Förderer und unterstützen die Kinder dabei sich zu kompetenten Persönlichkeiten zu entwickeln und als eigenständige Individuen heranzuwachsen. Wir als Elterninitiative legen viel Wert auf eine gute Zusammenarbeit mit den Familien. Zum Schutze unserer Kinder werden auch die Eltern stark mit einbezogen, die sich bei vielen Belangen, die unsere Einrichtung betreffen, wie z.B. der Gartenpflege, einsetzen . In der KiTa Zwergenland sollen sich alle rundum wohlfühlen. Kinder die sich mit Freude entfalten und entwickeln können, Eltern die ihre Kinder gerne und unbesorgt abgeben, aber auch Mitarbeitende, die mit Freude zur Arbeit kommen, Teamwork schätzen und sich den täglichen Herausforderungen stellen.
2 Konzeption Uthweiler Zwergenland e.V. In unsere r Kindertagesstätte „ Zwergenland “ sammeln Kinder frühe Lern - und Lebenserfahrungen in sozialer Gemeinschaft. Unser Träger, die Elterninitiative Uthweiler Zwergenland e.V. , hat es sich zur Aufgabe gemacht, Kinder mit und ohne Beeinträchtigungen und ihre Familien in unterschiedlichen Lebensbereichen indiv iduell zu unterstützen, um ihnen ein möglichst hohes Maß an Eigenständigkeit und Selbstbestimmung und eine gleichberechtigte Teil habe am Leben in der Gesellschaft zu ermöglichen . Wir sind eine Elterninitiative Elterninitiative bedeutet: Es gibt einen Vorstand: Eltern, die ehrenamtlich bereit sind den Verein mit folgenden Posten zu vertreten und zu verwalten: 1. Vorsitzende/r, 2. Vorsitzende/r, 3. Vorsitzende/r, Kassenwart*in, 2 Beisitze Die Vorstandsmitglieder werden auf Mitgliederversammlungen gewählt. Als weiteres Gremium gibt es den Elternbeirat: dieser ist das Bindeglied zwischen Team, Vorstand und den Eltern. Im Elternbeirat befinden sich mindestens 4 Elternteile, die ebenso auf der Mit gliederversammlung gewählt werden. Rat der Einrichtung: Vorstand, Elternbeirat und Team kommen einmal im Jahr zusammen. Wir bieten bis zu 42 Kindern im Alter von 2 Jahren bis zum Schuleintritt einen Lebensraum, den sie spielerisch erobern und in dem si e sich ihrem Tempo und ihren Fähigkeiten entsprechend entwickeln können. Dabei erhält jedes Kind die individuelle Begleitung und Unterstützung, die es im Sinne einer ganzheitlichen Entwicklung benötigt. Aus dem Selbstverständnis unseres Trägers heraus und aufgrund unserer langjährigen Erfahrung in der pädagogischen Arbeit , sehen wir als Ergänzung zu der gemeinsamen Erziehung die enge Begleitung und Beratung der Familien von jeher als unsere Aufgabe an. Neben unseren eigenen qualifizierten pädagogischen Mitarbeite nden mit verschiedenen Zusatzqualifikationen können wir auf ein schon vorhandenes Netzwerk mit kompetenten Kooperationspartner Innen und anderen Institutionen (z.B. Logopädie, Ergotherapie, Frühförderzentrum, SPZ, u.v.m) aufbauen. An hand dessen begleiten und beraten wir die Eltern und Familien .
3 Inhaltsverzeichnis 1 Unser Bild vom Kind ................................ ................................ ................................ ........... 4 2 Unsere Einrichtung ................................ ................................ ................................ ............. 4 2.1 Unser Team ................................ ................................ ................................ ..................... 5 2.2 Unsere Räu mlichkeiten ................................ ................................ ................................ ... 5 2.3 Der Außenbereich ................................ ................................ ................................ ........... 6 3 Gemeinsam spielen, lernen und leben ................................ ................................ ............... 6 4 Unser pädagogischer Ansatz ................................ ................................ .............................. 7 5 Partizipation ................................ ................................ ................................ ....................... 8 6 Bildungsgrun dsätze ................................ ................................ ................................ ............ 9 Soziale, emotionale und kulturelle Bildung: ................................ ................................ ........ 9 Musikalische Bildung: ................................ ................................ ................................ ........ 9 Kreativität und Phantasie: ................................ ................................ ................................ .. 9 Bewegung, Körper, Gesundheit und Ernährung ................................ ................................ 10 Naturwissenschaft und Technik ................................ ................................ ........................ 10 Mathematische Bildung ................................ ................................ ................................ ..... 10 Kommunikation und Sprache ................................ ................................ ............................ 11 Lebenspraktischer Bereich ................................ ................................ ................................ 11 Übergang in die Schule ................................ ................................ ................................ ..... 12 7 Bindungsorientierte Eingewöhnung ................................ ................................ ................... 12 8 Unser Ta gesablauf ................................ ................................ ................................ ............ 13 9 Die Bedeutung des Spiels ................................ ................................ ................................ . 13 9 Wöchentliche, monatliche und jährliche Angebote ................................ ......................... 14 11 Alltagsintegrierte Sprachbildung ................................ ................................ ...................... 15 13 Beobachtungs - und Bildungsdokumentation ................................ ................................ .... 15 14 Gemeinsam mit den Eltern ................................ ................................ .............................. 16 15 Umgang mit Beschwerden ................................ ................................ ........................... 17 16 Schutzkonzept ................................ ................................ ................................ ............. 18 17 Weiterentwicklung durch Qualitätssicherung ................................ ................................ ... 18 18 S chlusswort ................................ ................................ ................................ ..................... 18
4 1 Unser Bild vom Kind Jedes Kind hat ein Recht auf eine individuelle Förderung seiner Entwicklung und auf Erziehung , zu einer eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit. Wachsen kann ich da… Wo jemand mit Freude auf mich wartet Wo ich angenommen werde Wo ich Fehler machen darf Wo ich Raum zum Träumen habe Wo ich meine Füße ausstrecken kann Wo ich laut singen darf Wo immer ein Platz für mich ist Wo ich mit Respekt behandelt werde Wo Grenzen , die ich setze, akzeptiert werden Wo einer meine Sorge n anhört Wo ich eine Pause machen darf, wenn ich sie brauche Wo ich ernst genommen werde Wo jemand meine Freude teilt Wo ich auch mal nichts tun darf Wo mir im Trost gespendet wird Wo ich Wurzeln schlagen kann Wo ich leben kann 2 Unsere Einrichtung Die Elterninitiative Uthweiler Zwergenland e.V. besteht bereits seit über 53 Jahren i n einem Ortsteil von Königswinter . Mit der Lage Nahe zur Natur ist sie in einem ländlichen Umfeld eingebunden . Die Einrichtung ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen. So befindet sich eine Haltestelle für Busse direkt vor der KiTa. Das nahegelegene Ortszentrum von Königswinter - Oberpleis erreicht man in ungefähr 5 Autominuten . In unmittelbarer Umgebung der Kita befinden sich auch einige ausgebaute Rad - und Geh wege, sodass Eltern ihre Kinder mit dem Rad oder auch zu Fuß in die Kita bringen. Durch ihre ländliche Lage ist die Kita nicht nur für Eltern und ihre Kinder gut zu erreichen, sondern bietet vielfältige Möglichkeite n zur Sozialraumerkundung. Ausflüge in den Wald und an den Bach sind gut fußläufig möglich . Unser Einzugsgebiet bezieht sich mittlerweile auf d en gesamte Bergbereich Königswinter.
5 Die Kita Zwergenland ist eine zwei gruppige Einrichtung , in der wir Kindern im Alter von 2 Jahren bis zum Schuleintritt mit verschiedensten Förderschwerpunkten einen Ort zum Wohlfühlen und W achsen bi eten. Wir bieten 42 Kitaplätze an , mit 35 oder 45 Wochenstunden und folgender Betreuungszeit : 35h: Montag Freitag 7.30 Uhr bis 14 : 30 Uh r 45h: Montag Donnerstag 7:30 Uhr bis 17:00 Uhr & Freitag 7:30 Uhr bis 14:30 Uhr 2.1 Unser T eam 6 Erzieher*innen , mit individuellen Zusatzqualifikationen, unter Anderem: In der Diagnostik und Autismus, Montessori - Diplom, ausgebildete Kindertanzlehrerin, Kinderschutz nach §8a 1 - 2 Auszubilden*e (PiA, Berufspraktikant*innen) 1 Ergänzungskraft 1 Küchenfee Darüber hinaus gehören noch unregelmäßig PraktikantInnen zu unserem Team. 2.2 Unsere Räumlichkeiten Unser Zwergenland befindet sich in einem großen ebenerdigen Gebäude, das erst mit diversen Umbaumaßnahmen seine finale Funktion als Kita erhielt. Der Eingangsbereich führt in den Flur, von dem man durch die Garderoben jeweils in die Gruppen gelangt. Dort stehen den Kindern zwei helle und freundliche Gruppenräume zur Verfügung . Je z wei kleinere Differenzierungsräume und Waschräume, sowie eine Turnhalle ergänzen das Raumangebot. In den Gruppenräumen gibt es neben Konstruktionsspi elen, Rollenspielmaterialien, Büchern, Regelspielen etc. vielfältige Möglichkeiten zum kreativen Gestalten sowie unterschiedlichste Materialien zur Wahrnehmungserfa hrung und - förderung. Durch die Betreuung der Kinder mit unterschiedlichem Förderbedarf haben wir ein reiches Angebot an Materialien, die basale Erfahrungen ermöglichen. In den Gruppenräume n gibt es bewusst ruhige Spielbereiche die den Kindern innerhalb ihres Kindergartentages Rückzugsmöglichkeiten ermöglichen , um auch mal allei ne oder in Kleingruppen zu spielen. Die Gruppenräume dienen nach der Betreuungszeit auch den Teambesprechungen und sonstige n Beratungs - und Elterngespräche n .
6 2.3 Der Außenbereich Das abwechslungsreich gestaltete Außengelände lädt die Kinder zu vielfälti gen Spielmöglichkeiten und Sinneserfahrungen ein. Hier finden die Kinder unterschiedliche Bewegungsa ngebote mit verschiedenen Schwierigkeitsgraden. D er Außenbereich des Zwergenlandes bietet verschiedene separate Bereich e , welche mit einer Nestschaukel, einer Rutsche und einem Sandbereich ausgestattet sind . Dort haben die Kinder die Möglichkeit in einer geschützten Umgebung die Umwelt zu erkunden und Erfahrungen in den unterschiedlichen Wahrnehmungsbereichen zu sammeln. Weiter ist das Außengelände mit eine r großen Kletter landschaft , Balanciermöglichkeiten, diverse n kleinere n Kletter - und Spielgeräte n ausgestattet. Die verschiedenen Elemente des Außenbereichs ermöglichen den Kindern motorische Erfahrungen zu sammeln und sprechen , aufgrund unterschiedlicher Schwierigkeitsgrade , verschiedenste Kompetenzbereiche an. Ebenfalls können die Kinder auf dem gepflasterten Ber eich , mit Kreide malen und kreativ explorieren . In einem separaten Gartenhäuschen befinden sich diverse Spielzeuge für das Außengelände . Für Fahrzeuge gibt es vor dem Eingang einen separaten abgetrennten Bereich, wo mit BobbyCar und co. g efahren werden kan n. Im Frühjahr und Sommer w erden kindgerechte Hochbeet e durch die Gruppen bepflanzt und gemeinsam mit den Kindern gepflegt und die Erträge bewundert und geerntet. Das natürlich angelegte Außengelände bietet den Kindern die Möglichkeit verschiedenste Materi alerfahrungen zu sammeln und gemeinsam mit den anderen Kindern die Umwelt zu erkunden. Ein e Wasserspielanlage ermöglicht den Kindern zusätzliche Spielmöglichkeiten und Erfahrungen mit dem Element Wasser . Der e ingegrenzt e Sandbereiche bieten verschieden angeordnete zusätzliche motorische Anreize. 3 Gemeinsam spielen, lernen und leben Hilf mir, es selbst zu tun. (Maria Montessori) Man hilft den Menschen nicht, indem man für sie tut, was sie selbst tun können (Abraham Lincoln) Im Mittelpunkt unserer pädagogischen Arbeit steht für uns die individuelle und selbstsichere F ö rderung aller Kinder . In der gemeinsamen Begegnung hat jedes Kind die Chance des sozialen Lernens. Unser pädagogisches Konzept schafft für alle Kinder die Möglic hkeit , in gegenseitiger Wertschätzung miteinander zu spielen, zu leben , zu erkunden und zu lernen. Folgende Zielsetzungen unserer pädagogischen Arbeit sind uns besonders wichtig: Kinder in ihrer Persönlichkeit zu stärken und ihre emotionalen Fähigkeiten zu erweitern
7 Kinder in ihrem sozial verantwortlichen Handeln zu fördern und zu bestärken Kindern, die ihnen mögliche Teilhabe/Beteiligung in allen Bereichen zu ermöglichen Kinder in ihrer Entwicklung so zu unterstützen, dass sie eine größtmögli che Selbständigkeit und Eigenaktivität erreichen und damit ihre Lernfreude geweckt und angeregt wird Kindern die Teilhabe an Entscheidungsprozessen zu ermöglichen, indem sie sich aktiv in ihren unmittelbaren Lebensbereich mit einbringen Kindern das Erlang en zahlreicher Kenntnisse und Handlungskompetenzen durch vielfältige Erfahrungen mit und über ihre Umwelt und ihr kulturelles Umfeld zu ermöglichen Kindern individuelle verbale und nonverbale Kommunikationsmöglichkeiten zu eröffnen, ihre sprachlichen und k ommunikativen Kompetenzen zu fördern und weiter zu entwickeln Kindern zu ermöglichen , Selbstvertrauen und Selbstbewusstsein zu entwickeln 4 Unser pädagogischer Ansatz In unserer Kindertagesstätte werden die Kinder dabei unterstützt, sich zu eigenständigen Persönlichkeiten zu entwickeln . Sie sollen sich selbständig, selbstbewusst und entscheidungsfreudig für ihre Interessen einsetzen , aber auch lernen Rücksicht zu nehmen und Kompromisse zu schließen . Dabei unterstützen wir jedes Kind individue ll i n seine n Möglichkeiten. Durch die professionelle Beobachtung der Kinder, die Reflektion und der Austausch mit Kollegen*innen und den Erziehungsberechtigten , versuchen wir die Kinder bestmöglich zu begleiten, zu stärken und in ihrer Entwicklung weiterzubringen. Unseren gemeinsamen Weg wollen wir mit Spaß und Freude gehen. Das heißt: Angebote orientieren sich an der Lebenswelt der Kinder, Themen werden vordergründig situativ , proaktiv sowie kindorientiert aufgegriffen und weiterentwickelt. Freie Spielmöglichkeiten , auch gruppenübergreifend , in allen Bereichen mit den Kindern entwickel n, welche vielfältige Lebens - und Lernerfah rungen ermöglichen . Ein vorbehaltloses Miteinander wird im Besonderen unterstützt und gefördert. Durch entsprechende Angebote abgestimmt auf die Bedürfnisse, Interessen und Fähigkeiten der Kinder, erhält jedes Kind Unterstützung für seine individuelle Entw icklung und ausreichend Zeit für sein eigenes Entwicklungstempo. Gezielte M aßnahmen für Kinder mit besonderem Förderbedarf finden in Einzelsituationen, Kleingruppen und eingebunden in den Gruppenalltag statt.
8 5 Partizipation Partizipation bedeute t Teilhabe, Mitbestimmung, Gleichberechtigung und Beteiligung. Die Kinder werden in die Gestaltung des Tagesablaufs und der Erarbeitun g von Projekten und Angeboten mit einbezogen . D ie Interessen, Vorschläge und Ideen der Kinder sind uns sehr wichtig und werden individuell von den Gruppen in den Kita - A lltag integriert . In vielfältigen Situationen im Alltag z.B. in der Morgenrunde, bei der Auswahl von Spielmaterial und Spielort, bei der Absprache von Regeln etc. wird die Meinung der Kinder aufgegriffen und weiterentwickelt. Da die Möglichkeiten der Kinder bedingt durch ihrer Förderschwerpunkte sehr unterschiedlich gelage rt sind , bedarf es im Hinblick auf Selbstbestimmung und Teilhabe eines sehr sensiblen Blickes und einer differenzierten Mitnahme und Begleitung. Wir inkludieren verschiedene Förder schwerpunkte in unseren pädagogischen Alltag , so dass die Kinder selbst wirks am und entsprechend ihrer Ressourcen am gesamten Kitaa ll tag teilhaben und ihren Möglichkeiten nach mitbestimmen und mitentscheiden können. WIR ermutigen sie ihre Meinung zu äußern gestehen ihnen Wahlmöglichkeiten und sprechen ihnen Entscheidungsfähigkeit zu respektieren ihre Bedürfnisse und Interessen bauen Barrieren ab, um Teilhabe zu ermöglichen nutzen Ressourcen und knüpfen an diese a n schaffen Situationen , die inklusive Prozesse ermöglichen (z.B. Materialauswahl, entsprechende Angebote) wert schätzen uns gegenseitig , begegnen uns auf Augenhöhe und leben dies auch vor leisten Aufklärungsarbeit betrachten jedes Kind individuell und stärken es ganzheitlich nach seinen Fähigkeiten bieten jedem Kind den Raum zur Entfaltung und zur Persönlichkeitsentwicklung Gemeinsam verschieden sein Dabei ist es wichtig, die Unterschiede und Gemeinsamkeiten aller Kinder sensibel in den Blick zu nehmen und die eigene Haltung immer wieder zu überprüfen und weiter zu entwickeln.
9 6 Bildungsgrundsätze Ausgehend von unserem Bildungs - und Erziehungsauftrag ermöglichen wir den Kindern Erfahrungen in folgenden Entwicklungsbereichen: Soziale, emotionale und kulturelle Bildung : Einzeln sind wir Worte, zusammen ein Gedicht Wir holen die Kinder dort ab , wo sie stehen und stärken sie in ihrem Selbstbewusstsein, im Erkennen und Ausdrücken ihrer Gefühle und Bedürfnisse. Sie lernen abzuwarten, zuzuhören, Rücksicht zu nehmen, aber auch ihre Meinung zu vertreten und sich zu behaupt en. Die Kinder erleben Gemeinschaftsgefühl und erfahren, dass man viele Dinge alleine nur schwer bewältigen kann, gemeinsam aber vieles zu schaffen ist. Unser Bestreben ist es, die Kinder darin zu bestärken, gemeinsam Lösungen zu finden, sodass sich jedes Mitglied der Gruppe einbringen kann und gesehen wird. Auf Ausflügen lernen wir unser Lebensumfeld und unseren Sozialraum kennen , unsere n Ort und die nähere Umgebung . Wir besuchen die Polizei , die freiwillige Feuerwehr , angrenzende Naturgebiete wie Wald und Wiesen, Bauernhöfe u . v . m. Musikalische Bildung: Musik liegt in der Luft Musik begleitet uns durch unseren Alltag. Wir hören Musik im Radio, im Fernsehen, im Geschäft usw. Auch im Kindergarten erleben die Kinder Musik. Wir singen täglich Lieder im Sing - bzw. Mittagskreis , lernen verschiedene Instrumente , Künstler und Komponisten kennen und erleben Musik als Ausdrucksmittel (singen, tanzen und Spaß haben). Jahreszeitliche Feste werden ebenfalls musikalisch gestaltet. Dieser Bereich ist eng verbunden mit dem folgenden Bereich: Kreativität und Phantasie: Phantasie ist wichtiger als Wissen, denn Wissen ist begrenzt (Albert Einstein) Kreativität und Phantasie werden in vielen Bereichen des täglichen Kindergartenlebens angesprochen. Die wichtigste Zeit hierfür ist die Freispielzeit. Die Kinder tauchen in phantasievolle Rollenspiele ein, werden am Basteltisch kreativ und schaffen sich immer wieder neue Spiel - und damit auch Lernmöglichkeiten. Des Weiteren werden die Kinder aufgefordert, in verschiedenen Situationen nach Lösungen zu suchen. Auftretende Schwierigkeiten sollen nicht als Hindernis wahrgenommen werden, sondern die Kinder sollen sich aufgeford ert fühlen, kreativ zu werden und unterschiedlichste Lösungsmöglichkeiten auszuprobieren. Dies gilt sowohl für den Bereich des kreativen Gestaltens , als auch den sozialen Bereich.
10 Bewegung, Körper, Gesundheit und Ernährung Der Körper ist das Sprachrohr der Seele Wir erleben den Alltag mit allen Sinnen, mit dem Gleichgewichtssinn (vestibuläre Wahrnehmung) genauso wie mit dem Tast - (taktile Wahrnehmung) , Geruchs sinn (gustatorische Wahrnehmung) , oder Geschmackssinn (olfaktorische Wahrnehmung) . Visuell und auditiv machen wir uns unsere Umwelt ebenfalls erfahrbar und erleben die Wirklichkeit in all ihren Facetten. Wir lernen unseren Körper kennen, wie groß bin ich , wo ist mein Kopf, wo sind meine Füße? Begriffe entstehen durch „Be - Greifen“, anfassen, mit allen Sinnen wahrnehmen. Der Buchstabe „A“ kann so vieles mehr sein, als ein Buchstabe. Das „A“ kann z.B. ein Dach, ein Dreieck oder ein Ve rkehrsschild sein. Diese Zusammenhänge erlernt das Kind durch a ktives Tun. Es läuft über ein „A“ aus Seilen, findet das „A“ im Wald aus zwei umgestürzten Bäumen oder malt es in den Sand. Der Buchstabe wird somit über verschiedene Wahrnehmungskanäle möglichst ganzheitlich erfasst. Überhaupt ist die Wahrnehmung ein wic htiger Bereich unseres Bildungs - und Erziehungsauftrags . Beispielsweise differenziertes Hören, sich das Gehörte merken zu können und feine Unterschiede über das Sehen zu erkennen, sind ebenso wichtig wie die Körper - und damit die Eigenwahrnehmung. Der Ges chmackssinn ändert sich im Leben eines Kindes immer wieder. Daher ist es uns wichtig, den Kindern immer wieder neue oder ungeliebte Nahrungsmittel anzubieten. Zusätzlich wollen wir den Kindern vermitteln, welche Nahrungsmittel uns guttun und welche wir lie ber nur in Maßen genießen sollten. Die im Elternhaus bereits gelernten Hygieneregeln wie Hände waschen, Zähne putzen und die Hust - und Niesetikette vertiefen wir im täglichen Umgang miteinander. Naturwissenschaft und Technik Kinder sind von Natur aus Forscher Kinder lernen durch beobachten und ausprobieren. Im Wald , aber auch auf unserem Gelände entdecken die Kinder einen kleinen Käfer, die Spur einer Schnecke und untersuchen Verschiedenes mit der Lupe. Sie erlernen den Unterschied zwischen Warm (Sonne) und Kalt (Schnee) , mahlen Kaffeebohnen mit der Mühle, lernen die verschiedenen Arten von Farbe n kennen usw . Die Möglichkeiten sind hier unbegrenzt. Mathematische Bildung Mathematik ist eine wunderbare Art, die Gedanken zu ordnen, Unsinn iges zu beseitigen und Klarheit zu schaffen. Es gibt sechs Pfeiler der Mathematik, die uns im Alltag ständig be gegnen: 1. Muster (z.B. Ketten auffädeln) 2. Zahlen (z.B. Mengenerfassung, Würfelbild) 3. Messen und Wiegen (z.B. groß - klein, schwer - leicht) 4. Geometrie (z.B. einfache Formen) 5. Sortieren und Klassifizieren (z.B. nach Farbe sortieren, Oberbegriffe)
11 6. Statistik und grafische Darstellung (z.B. Verhältnis von Mengen auf einen Blick deutlich machen) Im Kitaalttag bauen wir Möglichkeiten ein, die das Lernen mathematischer Grundkenntnisse, wie Zahlen und Reihen ermöglichen (z.B. Hüpfekästchen ) . Hier zählen wir beispielsweise die Sprünge und finden dort auch die entsprechenden Zahlenbilder. Wortlektionen wie viel und wenig können z.B. bei der Essensverteilung vermittelt werden. In Konstruktionsangeboten erfährt das Kind was hoch/tief oder gr oß/klein ist. Kommunikation und Sprache Kommunikation (durch Mimik, Gestik, Körper und Sprache) verbindet und baut Brücken Kommunikation geschieht nicht nur durch Sprache. Unsere Körperhaltung, unsere Mimik und unsere Gestik müssen vom Gegenüber wahrgenommen , gedeutet und anschließend entsprechend darauf reagiert werden. Wir vermitteln den Kindern unterschiedlichste Möglichkeiten sich auszudrücken, aber auch die Signale des Anderen zu deuten und zu verstehen. Dies erreichen wir durch Li eder, Tänze, Bildkarten, Rollenspiele, Bilderbücher, Gedichte, Reime und andere Medien. Natürlich legen wir auch großen Wert auf die alltagsintegrierte Sprachförderung in der Gruppe. Ein wichtiger Bereich der Sprach e, besonders im Hinblick auf die Schule , ist die phonologische Bewusstheit. Diese beinhaltet das Erkennen von Silben (Silben klatschen), Reimwörter finden und im engeren Sinne die (An - )Laute im Wort heraushören und Silben zu einem Wort zusammenfügen. Kognition Kognition ist mehr als Buchstaben und Zahlen Viele der genannten Bereiche sind Voraussetzung für die Entwicklung der Kognition. Kognition beinhaltet u.a. einen Plan zu entwickeln, diesen umzusetzen, Zusammenhänge zu erkennen und Schlussfolgerungen zu ziehen (Handlungsplanung zu erlangen) . Weitere Bereiche der Kognition sind bspw. mehrteilige Aufträge verstehen, diese merken un d ausführen, Ausdauer, Gedul d, Konzentration und Aufgabenverständnis. Eine gute Eigenwahrnehmung hilft uns, uns selber zu organisieren und aus der Fülle der Informationen das Wesentliche herauszufiltern und zu verarbeiten. Lebenspraktischer Bereich An jedem Tag und zu jeder Zeit wird zusätzlich noch der lebenspraktische Bereich gefördert. Die Kinder ziehen sich beispielsweise nach Möglichkeit allein an und aus, sorgen und achten auf ihr Eigentum (Jacke aufhängen, Tasche wegräumen usw.), helfen mit beim Tisch decken, lernen mit Messer und Gabel zu essen usw.
12 Übergang in die Schule In unserer Kindertagesstätte möchten wir allen Kindern den bestmögliche n und individuell passenden Weg vom Kindergartenkind zum Schulkind ermöglichen. Jedes Kind erhält die Unterstützung und Hilfestellung die es benötigt, um sich wohlzufühlen und lernen zu können. Wir unterstützen die Kinder in ihren Kompetenzen und stärken sie in Ihrer Entwicklung zu einer selbstbewussten Persönlichkeit. Im letzten Kindergartenjahr findet für alle Kinder, die anschließend in die Schule gehen die sogenannte „Vorschul zeit “ statt. Dabei werden immer wieder bestimmte Thematik en gemeinsa m bearbeitet . Hier werden die oben genannten Inhalte vertieft und im Hinblick auf die Schule nochmal etwas genauer betrachtet. Die Kinder erleben sich gemeinsam als die großen Vorschulkinde r („schlaue Füchse“) und erfahren dadurch ein Gemeinschaftsgefühl, welches sie im letzten Kitajahr noch mal besonders in ihrer Entwicklung wachsen lässt. Da wir untereinander in ständigem Austausch stehen und auf unterschiedliche Professionen im Haus zurückgreifen können , ist es uns möglich, dass wir jedes Kind individu ell auf seinem Weg zu einem guten Schulstart begleiten. 7 Bindungsorientierte Eingewöhnung Eine gut durchdachte Eingewöhnungsphase ist sowohl für die Kinder als auch für die Eltern und uns der erste Baustein für einen guten Start in die Kindergartenzeit. Die Aufnahme in die Kita soll , in Absprache mit den Eltern , möglichst sensibel und mit ge nügend Zeit erfolgen. Wichtig ist, dass für das Kind feste Bezugsperson en benannt sind , welche die Loslösung vom Elternteil mit begleite n und im Verlauf der ersten Tage und Wochen eine vertrauensvolle Beziehung zum Kind aufbauen k önnen . Grundsätzlich gilt, dass die Eingewöhnung im Tempo des Kindes individuell gestaltet wird und sowohl die Trennungsphase als auch die Betreuungszeiten nur langsam gesteigert werden. Meistens gewöhnen wir die Kinder nach dem Berliner - Modell ein. Dieses bildet jedoch nur den Ra hmen. Die Eltern begleiten die Kinder in den ersten drei Tagen durchgehend . Eine erste Trennung erfolgt frühstens am vierten Tag. Es ist uns jedoch besonders wichtig, die individuellen Bedürfnisse aller Kinder zu berücksichtigen . Nach abgeschlossener Eingewöhnung ( in der Regel nach spätestens 4 - 5 Monaten) bieten wir ein Elterngespräch, das so genannte Erstgespräch nach Eingewöhnung an, das s in den kommenden Jahren zu einem regelmäßigen Eltern - bzw. Entwicklun gs ges präch wird.
13 8 Unser Tagesablauf 7. 30 Uhr 9 .00 Uhr : Ankunft der Kinder mit anschließendem Freispiel ab Ankunft bis ca. 9. 3 0 Uhr : freies Frühstück in d en Gruppen (eigene Brotdose) ; Freispiel 9. 0 0 Uhr : F reispiel; Bewegungsangebote; kreative Angebote; Umwelt - und Sachbegegnungen; gruppeneigene Projekte; hauswirtschaftliche Angebote; verschiedene therapeutische Fördereinheiten; Spielen im Garten; (alles auch gruppenübergreifend möglich) 12 Uhr 1 2 . 45 Uhr : gemeinsames Mittagessen ( jeweils in den Gruppen ) ab 12: 45 Uhr - ca. 14: 00 Uhr : Mittagsschlaf und Ruhezeit (individuell nach Bedürfnissen des Kindes) ab 1 2 . 45 Uhr 14.00 Uhr : ausruhen und ruhiges Spiel ab 1 3.00 Uhr: rücksichtvolle/leise Abho lung des Kindes möglich ab 14 .00 Uhr: Freispiel und verschiedene Angebote drinnen und draußen 9 Die Bedeutung des Spiels Im freien Spiel haben die Kinder die Möglichkeit , sich ungestört in ihr Spiel zu vertiefen und in Ruhe verschiedenste Spielarten, Spielmaterialien und Spielorte auszuprobieren. Freispiel muss gelernt und von uns angeleitet und begleitet werden. Die Strukturierung der Gruppenräume mit verschiedenen Spielbereichen (z.B. Konstruktionsecke, Rollenspielbere ich, unterschiedliche Wahrnehmungs - und Kreativbereiche) ermöglicht es den Kindern, vielseitige Erfahrungen im Freispiel zu sammeln. Durch Anpassung der Freispielräume und eine altersgemäß und bedürfnisorientiert ausgestattete Umgebung schaffen wir immer w ieder neue Möglichkeiten, eigene Spielideen zu erproben. Für uns ist es wichtig, dass die Kinder in diesen Phasen ihre eigenen Spielideen umsetzen können und sich gleichzeitig von anderen Spielpartner * Innen und verschiedenen Materialien inspirieren lassen. Hier findet sich im Besonderen d ie pädagogische Ausrichtung unserer Einrichtung wieder. Im Freispiel sammeln die Kinder vielfältige Erfahrungen (verbale und nonverbale Kommunikation, Lernen am Modell, Nähe und Distanz, Durchsetzungsvermögen, Rücksichtnahme, Kompromiss - bereitschaft, Abgrenzung, Toleranz, Konkurrenz, eigene Ausdrucks - und Entwicklungsmöglichkeiten, Solidarität etc.), die sie für ihre Persönlichkeitsbildung benötigen und die nicht durch Übungen vermittelt werden können.
14 St Martinsumzug . Martinsumzug m it Weckmännern und Kinderpunsch Großelternnachmittag Gemeinsam mit den Kindern Im Zuge des situativen Ansatzes erarbeiten wir gemeinsam mit den Kindern unterschiedlichste Themengebiete, aus denen sich Ideen für didaktische Reihen ergeben. Im Rahmen unseres pädagogischen Konzep tes gestalten wir didaktische Angebote , aber auch Strukturen und Rituale , durch die Kinder in vielfältiger Art und Weise lernen, sich nach ihren Möglichkeiten und Bedarfen in alltäglichen Situationen zurechtzufinden bzw. zu orientieren und handlungsfähig zu werden bzw. zu bleiben . 9 Wöchentliche, monatliche und jährliche Angebote Hauswirtschaftliche Angebote individuell in den Gruppen Festliches Frühstück zu Ostern, Nikolaus und Karneval Ausflüge Kreativer Kindertanz Wir gestalten mit und für die Kinder und Eltern ein Sommer fest . Schultüten basteln für die Vorschulkinder (mit den Eltern) Bewegungsangebote einzeln oder in kleinen Gruppen (auch übergreifend)
15 11 Alltagsintegrierte Sprachbildung D er Bildungsbereich Sprache hat in unserer Einrichtung einen hohen Stellenwert. Sprache, sei es die Lautsprache als auch die nonverbale Ausdrucksweise ist das wichtigste Kommunikation sinstrument zwischen den Menschen . Sprache bedeutet nicht nur Lautsprache , sondern auch Mimik, Gestik, Gebärden und Schrift . Ausdrucksformen wie tanzen, malen und bildnerisches gehören ebenfalls zur Sprache dazu. Mit Sprache können unter anderem Bedürfnisse, Emotionen und Wünsche ausgedrückt werden. Sie dient dazu, Konflikte zu lösen und Kompromisse zu finden , aber auch Erlebnisse mitzuteilen und somit andere am eigenen Erleben teilhaben lassen zu können. Von der alltagsorientierten Sprachbildung profitieren in unserer Einrichtung alle Kinder, insbesondere aber die Kinder mit Migrationshintergrund sowie Kinder aus sprachärmeren Verhältnissen. Sie stellt eine gute Ergänzung und in manchen Fällen a uch einen guten Ersatz zur klassischen Sprachtherapie dar, wenn lediglich eine Sprachentwicklungsverzögerung vorliegt. Die alltagsintegrierte Sprachbildung (bezogen auf die Lautsprache) umfasst neben der Förderung der Kommunikation die Sprachbereiche Arti kulation, Lautwahrnehmung, Wortschatz, Wortbedeutung, Grammatik, Sprachmelodie und sprachliches Handeln. Sie orientiert sich an den individuellen Sprachentwicklungsverläufen, an Alltagssituationen und Interessen aus der Lebenswelt der 2 - 6jährigen Kinder. W ichtig sind hierfür, die Bereitstellung einer sprachanregenden Umgebung und die Vermittlung von Sprechfreude. Wir alle dienen dabei als Sprachvorbild und müssen uns dessen stets bewusst sein. Im Alltag ist es für uns selbstverständlich, immer wieder Spre chanlässe zu schaffen und beispielsweise Spielsituationen sprachförderlich zu nutzen. Hier werden „unauffällige“ Techniken wie korrektives Feedback und das aktive Zuhören angewendet. Zusätzlich bieten wir allen Kindern verschiedene nonverbale Ausdrucksmögl ichkeiten. 13 Beobachtungs - und Bildungsdokumentation Grundlage unserer pädagogischen Arbeit ist genaues Beobachten und Wahrnehmen des einzelnen Kindes und der Gruppe. Die sich beim gemeinsamen Spielen und Lernen entwickelnden Prozesse begleiten, analysieren und dokumentieren wir . Darauf baut anschließend unser pädagogisches Handeln au f . Die Handlungsmöglichkeiten schöpfen wir aus den verschiedenen Ressourcen des interdisziplinären Teams der Einrichtung. Portfolio - Im Portfolio werden die Entwicklungsprozesse Ihre s Kindes bildlich festgehalten. Die Dokumentation hebt die Stärken Ihres Kindes hervor und hält die Entwicklungsphasen mit Fotos, Bildern , kurzen Texten etc. fest. Der eigene
16 Portfolio - Ordner steht Ihrer Famili e jederzeit zur Verfügung. Mit der Betrachtung des Ordners können lebhafte Erzählsituationen entstehen . BaSik Begleitende al l tagsintegrierte Sprachentwicklungsbeobachtung in Kindertageseinrichtungen . Nach diesem Verfahren wird Ihr Kind über die gesamte K indergartenzeit in seiner sprachlichen Entwicklung ganzheitlich beobachtet . Förder - und Teilhabeplan Bedarfsermittlungsinstrument des Landes Nordrhein Westfalen für Kinder mit Förderbedarf . Gemeinsam mit Ihnen und dem Kostenträger ermitteln wir den Fö rderbedarf Ihres Kindes und legen die Förderziele und Maßnahmen fest Entwicklungsberichte alle Beobachtungen und Entwicklungsfortschritte werden in einem jährlichen Entwicklungsbericht zusammengefasst und Ihnen ausgehändigt (Entwicklungsprogramm GaBip.web) In den regelmäßigen Entwicklungsgesprächen beziehen wir die Entwicklungs - dokumentation mit ein, in die Sie jederzeit einsehen können. 14 Gemeinsam mit den Eltern „Bildung findet im Team statt Akteure, Partnerschaft und Kooperation“ , so hat es das Ministerium für Familien, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein - Westfalen benannt. Diese Bezeichnung bringt es für uns auf den Punkt. In Verbindung mit dem Leitbild unserer Einrichtung, ist die Zusammenarbeit mi t Familien der Schwerpunkt unserer pädagogischen Arbeit. Das Wohl jedes Kindes steht in unsere m Zwergenland im Mittelpunkt! Um dieses Ziel bestmöglich zu erreichen, ist eine enge Zusammenarbeit mit Ihnen als Familie unabkömmlich. Ihre Kinder verbringen einen großen Teil des Tages in unserer Kita. Deshalb ist es uns sehr wichtig , mit Ihnen eine vertrauensvolle Basis zu schaffen. Wir sehen Sie als die Expert Innen Ihrer Kinder. In der Familie erwerben Ihre Kinder grundlegende Dinge, die für ihr L eben wichtig sind. Durch eine gute und enge Zusammenarbeit zwischen Ihnen und uns können wir diese Dinge aufgreifen und Ihr Kind bekommt die nötige Unterstützung, um sich bestmöglich zu entwickeln. Aus diesem Grund ist eine Zusammenarbeit zwischen Ihnen u nd uns ein fester Bestandteil unserer Arbeit. Um Ihr Kind zu verstehen und individuell fördern zu können, wünschen wir uns mit Ihnen eine Erziehungs - und Bildungspartnerschaft. Für Sie und Ihr Kind nehmen wir uns viel Zeit: G erne bea n tworten wir Ihre Fragen und haben ein offenes Ohr für Ihr e Anliegen . F ür tägliche Tür - und Angelgespräche nehmen wir uns Zeit. Im Besonderen, wenn Kinder keine aktive Sprache nutzen, möchten wir eine Rückmeldung geben was, wie und mit wem Ihr Kind gespielt hat . Ebenso freu en wir uns über Berichte von Zuhause, um ihr Kind bspw. im Erzählkreis integrieren zu können. I n regelmäßigen Abständen bieten wir Entwicklungsgespräche an , in denen die Eltern Einblick in die Bildungsdokumentationen erhalten .
17 Zusammen mit Ihnen schauen wir, wo Ihr Kind steht und legen gemeinsame Ziele fest . Den ersten Elternabend eines neuen Kitajahres gestalten wir kreativ und fördern dadurch das gegenseitige Kennenlernen der Elternschaft. Dies sehen wir als gute Basis zur anschließenden Wahl des Eltern bei rats und Vorstands. Der Elternbeirat fungiert als Bindeglied zwischen Elternschaft, Kita - Team und Träger. Informationen , die die gesamte Kita betreffen, kommunizieren wir übe r Elternbriefe , welche vorzugsweise digital an Sie übermittelt werden . Über die Kita - App Stayinformed haben die Eltern immer die Möglichkeit , schnell in den Austausch mit den Mitarbeitenden zu gehen und somit schnell Themen ansprechen zu können. Darüber hinaus stehen wir für alle Erziehungsberechtigten als Ansprechpartner zu verschiedenen Fragestellungen, Nöten und Sorgen zur Verfügung. Wir helfen, unterstützen oder vermitteln an andere Stellen. Bei Bedarf bieten wir Ihnen auch gerne unsere Unters tützung im Umgang mit verschiedenen Institutionen an. Eine gelingende Erziehungs - und Bildungspartnerschaft zeigt sich in einem offenen Umgang miteinander. Hierzu zählen auch faire Auseinandersetzungen, konstruktive Kritik und aktive Teilnahme an unseren Angeboten. Anregungen und eine positive Rückmeldung als Zeichen der Wertschätzung unserer Arbeit bestärken uns. 1 5 Umgang mit Beschwerde n In u nsere r Kindertagesstätte treffen viele verschiedene Persönlichkeiten aufeinander . Hier kann es natürlich auch immer wieder zu Konflikten, Kritik und Beschwerden kommen . Wir nehmen offen angebrachte Kritik von Eltern und Kindern gleichermaßen wichtig. Im direkten zeitnahen Gespräch erarbeiten wir individuelle Lösungs möglichkeiten . Verfahrensablauf bei Beschwerden von Erwachsenen: 1. Beschwerde annehmen (jeder Mitarbeiter) 2. Beschwerde gezielt ansprechen (Elterngespräch, Anregungen, Fragen, Wünsche ) 3. Beschwerde erfassen (Beschwerdebogen) 4. Reagieren (Gespräch) Den Beschwerden von Kindern beg egnen wir offen und zugewandt. Auch hier arbeiten wir mit den gleichen Instrumenten des Beschwerdemanagements und erarbeiten gemeinsame Lösungen im Einzelgespräch, in Kleingruppen oder im Morgen k reis. Wir versuchen stets Kinder altersgerecht in betreffende Entscheidungen einzubinden (siehe auch Partizipation).
18 1 6 Schutzkonzept Ein ausführliches institutionelles Schutzkonzept der Elterninitiative Uthweiler Zwergenland e.V. beinhaltet alle Bemühungen zur Gewaltprävention. Nach diesem Konzept arbeiten wir und es ist in schriftlicher Form jederzeit einsehbar. Der Schutz unserer Kinder ist uns sehr wichtig. Aus diesem Grund wird das Schutzkonzept ständig evaluiert und verbesse rt. 1 7 Weiterentwicklung durch Qualitätssicherung Um eine gute pädagogische und therapeutische Arbeit zu gewährleisten, ist die enge Zusammenarbeit aller Mitarbeiter I nnen der Einrichtung mit ihren unterschiedlichen Fähigkeiten, Kenntnissen und Aufgaben eine zentrale Voraussetzung. Mit Unterstützung unseres Trägers, der uns Zusatzqualifikationen, Fortbildungsmöglichkeiten und Supervision en ermöglicht, entwickeln die Mitarbeite nden ihre fachlichen und persönlichen Fähigkeiten stets weiter und können sich so kompetent neuen Herausforderungen stellen. Alle Prozesse in d er Einrichtung werden von den Mitarbeite nden kontinuierlich begleit et und dokumentier t. Z u den Themen wie Kinderschutz und Umgang mit Beschwerden wurden klare Vorgehensweisen entwickelt und festgeschrieben. Durch eine ständige Reflexion unserer Arbeit in einem interdisziplinären Team und die intensive Zusammenarbeit mit unseren Kooperationspartner *innen können neue Aufgaben konzipiert und bewältigt werden. Dabei müssen die Bedürfnisse und sich verändernde Rahmenbedingungen immer wieder evaluiert und Angebo te angepasst werden. 1 8 Schlusswort Unsere Konzeption spiegelt und erläutert die pädagogische Arbeit in unserer Einrichtung gegenüber Eltern, neuen Mitarbeite nden und der Öffentlichkeit. D iese Konzept ion legt einerseits unsere Leitlinien fest, soll jedoch andererseits so offen sein, dass sich wandelnde Lebensbedingungen der Familien oder neue pädagogische Erkenntnisse immer einbeziehen lassen. Daher ist es erforderlich auch in Zukunft gemeinsam im Gespräch zu bleiben, zu reflek tieren und zu evaluieren. Zudem dient die Konzeption dazu , Außenstehenden unsere Einrichtung vorzustellen und Sie über die Methoden und Ziele unseres Erziehung - , Bildungs - und Betreuungsauftrages zu informieren. Wir hoffen, dass Sie einen lebendigen und umfassenden Eindruck von unserer vielfältigen pädagogischen Arbeit gewonnen haben. Mit dieser Konzeption ist nichts für immer festgeschrieben. Die Arbeit mit Kindern lebt von der Weiterentwicklung, Veränderung bei Eltern und Kindern, im Umfeld und in der Kindertagesstätte selb st . Jede Konzeption ist wandelbar und ein stetiger Prozess. Uthweiler , April 202 5